
#AI_Automation
Session
Wie KI den Flaschenhals verlagert und warum jetzt Prozesse und Teams entscheiden.
Jahrelang galt die Entwicklerkapazität als der zentrale Engpass in der Software-Entwicklung. Agile Frameworks, zwei-Wochen-Sprints, Team-Setups und Stakeholder-Prozesse sind im Wesentlichen Antworten auf genau diese Knappheit. Doch was passiert, wenn KI diesen Engpass weitgehend auflöst?
In dieser Session nehmen Boris Holzer und Jens Trompeter eine ehrliche Bestandsaufnahme vor: Wie verändert KI die Art, wie Software entsteht – von AI-assisted Coding über Vibe Coding und Spec-Driven Development bis hin zu agentischen Workflows? Wir ordnen die aktuellen Ansätze ein, zeigen, wo sie in frühen Experimenten, auf der grünen Wiese und in bestehenden Systemen wirklich tragen, und diskutieren die unbequemen Folgefragen: Welche Rolle hat der Entwickler künftig? Welche Skills braucht ein Team? Machen Sprints überhaupt noch Sinn? Und wie verändert sich die Zusammenarbeit mit den Stakeholdern, wenn ein Feature nicht mehr in Wochen, sondern in Stunden entsteht?
Im Mittelpunkt steht eine These aus der Theory of Constraints: Der Engpass verschwindet nicht, er verschiebt sich. Wenn nicht mehr der Code, sondern das, was Menschen verstehen, prüfen und verantworten können, limitiert – der sogenannte Cognitive Throughput Gap, also die Grenze unserer organisationalen Aufnahme- und Entscheidungsfähigkeit – dann müssen wir Team-Setup, Prozesse und Organisation neu denken.
Eine Session für alle, die Software-Entwicklung verantworten, gestalten oder bezahlen und ahnen, dass „KI nutzen wir auch“ zu kurz greift.